Sophie frustriert im Whirlpool draußen
(14.10.2025)
| Am Morgen ging es ins Krankenhaus, wo ich
endlich mein Gips wieder abbekam. Nach dem Röntgen wurde ich dann auch
wieder entlassen. Ein wenig muss ich noch an Gehstützen laufen, aber
nach der Reha wohl hoffentlich nicht mehr. Voller Freude ging ich in
unser Café und genoss ein Kaffee und ein Stück Torte. Der Besitzer gab
mir etwas von Laura und sagte, dass sie das nächste mal besser drauf
aufpassen soll. Ich schluckte kräftig und sagte Danke. Auf dem Weg nach Hause traf ich unsere Nachbarin Hayley (21) mit ihrem Lüdden. Der Dayo (3) ist ganz schön groß geworden. Hatte ich so gar nicht in Erinnerung. Schade dass sie nicht mehr so oft bei Laura ist. Wir unterhielten uns und gingen dabei in unseren Garten. Plötzlich huschte meine Sophie (15) an uns vorbei, begrüßte uns nicht und verschwand zum Whirlpool. Wir lachten kurz und unterhielten uns weiter. Nachdem unsere Nachbarin gegangen ist, guckte ich mal nach Sophie. Sie saß mit Jeanshose, Lederstiefel, Pullover, Schal, ihrer brauen Lederjacke und mit Rucksack auf, im kalten Whirlpool. "Was ist?" fragte sie mich sehr launisch und guckte mich schief an. "Oh ha, was ist los, was ist passiert?" fragte ich und sie dann: "Nichts, hau ab!" Sie heulte fast und drehte sich weg. Ich schob meine Augenbrauen hoch, spitzte den Mund und stieg mit langen Rock, Pullover, langen schwarzen Lederstiefeln und Mantel zu ihr und setzte mich. Das Wasser war überraschend warm und ich legte eine Hand auf ihr Bein. "Ist dein Gips ab?" fragte sie mich erstaunt und schob mein Rock hoch. "Denke schon, fehlt was!" strahlte ich und sie dann: "Cool!" Ich: "Na siehste, geht doch, jetzt erzähl mal!" Da fing sie plötzlich an zu heulen und sagte mir, dass ihr geliebter Enzo eine andere hat. Sie hätte ihn mit einer anderen in der Fußgängerzone beim knutschen gesehen. Als sie ihn mit ihrem Rucksack haute, meinte er alles erklären zu können. Glaub ich kaum. Sie legte sich halb in mein Schoß und heulte weiter. Ich streichelte ihr Haar, nahm ihren Rucksack ab und redete mit ihr. Es tat gut, wieder mit ihr reden zu können. In den letzten Wochen kam sie immer nur, wenn es sein musste. Wie Essen, Fernsehen, Schule und so. Irgendwann guckte sie mein Mantel an und fragte, ob der nicht neu ist. Ich grinste und sagte, dass wenn meine Tochter ein Problem hat, es mir egal ist dass er nass wird. "Bist die beste Mama der Welt!" kam da von ihr und umarmte mich ganz kräftig. "So, und nun gehen wir ins Haus und schwimmen!" grinste ich und sie dann: "Nö, hab doch Heizung hier an gemacht!" Mir wurde es aber kalt und ging. Sie strahlte mich an und fragte nach einer Zigarette. "Bring ich dir gleich!" sagte ich und ging rein. Auf dem Weg nach oben kam mir Lukas (15) entgegen und ich guckte ihn etwas fragend an. Er trug nach längerer Zeit mal wieder ein Rock. Er: "Will zum Freund, darf ich doch oder?" Ich: "Ähm, na klar, viel Spaß!" Er verschwand und ich kratzte mich am Hals. Oben stand Wiebke (2,5), die Lüdde meiner großen Laura (16). Sie strahlte mich an und wollte mich nicht durch lassen. "Na, lass mal deine Oma durch, die will sich umziehen!" Sie: "Nö!" Ich: "Boah, komm her du!" und schnappte sie mir. "Iiih, Oma ist nass!" rief sie und wollte wieder runter. Lachend ging ich ins Bad und Laura guckte mich komisch an. "Ach, kannst Sophie mal eben Zigaretten bringen. Sie sitzt im Whirlpool draußen!" sagte ich ihr. "Im Whirlpool draußen? Ist da überhaupt Wasser drin?" fragte sie mich. "Kann auch Sand sein, ja natürlich!" antwortete ich. Etwas nörgelnd machte sie es und ich zog mich schnell um bzw. stellte mich unter die Dusche und wusch mich. Der Dreck unter dem verschwundenem Gips musste weg. Mit frischen Sachen an, guckte ich nach Claudia (31), in ihrer Praxis. "Der Gips ist weg, los komm, Feiern!" strahlte sie und umarmte mich. Sie knutschte mich am Hals, an der Stirn und auf die Haare. Ihre Kollegen strahlten mit uns und sie dann: "Will dir fressen man, komm!". Sie nahm meine Hand und rannte in unser Schlafzimmer. Öhm ja! Wir vernaschten uns und sie immer: "Hammer, meine Liebste ist wieder frei wie ein Vogel!" Da sagte ich öfters, dass sie auch so ein Vogel ist und sie piepste wie einer. |