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Schneeanzüge im Schlammloch

(13.01.2026)
Nach der Arbeit fuhr ich mein Fahrrad in die große Garage und guckte nach meinen Pflanzen am Waldhaus. Auf dem Weg dorthin hörte ich Stimmen, sah aber niemanden. Oben im Waldhaus, wo die Kinder ein Lager haben, sind in der Ecke noch immer diese Fledermäuse. Hatten ja ein neues Zuhause gebaut für sie, aber da waren sie nur wenige Monate drin. Vielleicht auch zu kalt gerade.

Auf dem Rückweg zum Haus, hörte ich wieder diese Stimmen und ging ihnen nach. Damit unser Anwesen nicht zu groß erscheint, haben wir rundherum Büsche angebaut. Und genau da hinter lagen vier schlammige kleine Personen. Man konnte weder sehen wer es ist, noch was sie trugen. Ich lachte und ging näher ran. "Hi Mama!" sagte eine Stimme und ich dann: "Coco oder Tascha?" Beide: "Wir beide, hier!" und winkten mir zu. "Was macht ihr da?" Rundherum lag Schnee, der sehr dreckig war und sie lagen mit zwei anderen im Schlammloch, das dampfte. "Wir spielen nur!" hörte ich nur. Die vier rollten aus dem Loch und stellten sich hin. Alle vier stöhnten voll und liefen wie tropfende Monster auf mich zu. Coco wischte sich durchs Gesicht und erklärte mir, dass sie warmes Wasser aus dem Haus in ein Loch gekippt haben, wo sie dann den Schnee vom Rasen schmelzen ließen. Und weil sie ausgerutscht sind und schon halb im Loch waren, legten sie sich alle rein. Dann wurde das Loch immer größer und sie schoben den Sand und die Erde drum herum mit rein.

Als ich sie mir dann genauer ansah, sah ich dass alle Schneeanzug trugen. "War es denn wenigstens schön warm da drin?" fragte ich und Coco dann: "Ja, aber jetzt hab ich voll den Sand im Mund!" "Dann kannst ja jetzt Zähne putzen damit!" Tascha: "Igitt!" Die anderen beiden: "Macht ihr das immer so?" Ich lachte kurz und schickte die vier unter die Dusche. Sie duschten auch schön mit Schneeanzug an und seiften sich ordentlich ein. Die Anzüge blähten sich irgendwie auf und sie drückten dran rum. "Macht sie nicht kaputt, gibt die lieber her!" lächelte ich. Sie zogen die auch aus und gaben sie mir. Mit frischen Sachen von den Zwillingen, verschwanden die vier (6-7 Jahre alt) ins Spielzimmer der Zwillinge.

Ich steckte die Schneeanzüge in die Waschmaschine und spülte sie einmal durch. Danach kamen sie in den Trockner. Bis die beiden Freunde nach Hause mussten, waren die Anzüge wieder einigermaßen trocken und sie konnten sie wieder anziehen. Ärger gab es keinen, weil es niemand zuhause erzählte.

 

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