Tim zog seine Runden

(20.02.2026)
Mir dröhnte der Kopf von der Arbeit und ich wollte meine Ruhe haben. Im Garten spielten die Kinder (Zwillinge, Nachbarn und andere), in der Eingangshalle spielte Laura (17) mit ihrer Lüdden Wiebke (2,75) und zwei anderen Kindern, in der Küche war unsere Haushaltshilfe beschäftigt und oben kreischten auch welche. Leicht schielend ging ich nach unten und sah am Pool nach. Da schwamm Tim (11) im Pool und ich blieb stehen. Er schwamm an den Rand und drehte um. Als er mich sah, rief er: "Hi Mama!" Ich winkte und guckte ihm zu. Er trug ein dunkel blauen oder schwarzen Anzug (Hose, Hemd, Krawatte, Sakko) und schwarze Schuhe. Dazu trug er noch sein alten Schulranzen (T102). Er schwamm zu mir und hielt sich am Rand fest. "Na, ziehst deine Runden?" fragte ich und er dann: "Ja!"

Dann schwamm er zu den Stufen und kam raus. "Oh, deine neuen Lederschuhe an?" Er: "Ja, die sind so eng!" Ich: "Eng? Und da glaubst du, dass die im Wasser weiter werden?" Er: "Größer, ja!" Ich lachte und sagte ihm, dass es genau zum Gegenteil kommt. Er: "Oh, nicht gut!" Ich: "Naja, kriegst die schon noch aus nachher, lass an!" Leicht errötet guckte er mich an und lief in die Sitzecke. Er nahm sich ein paar Kekse vom Tisch und stopfte sie in Mund. "Wieso hast dein Ranzen auf, den trägst doch gar nicht mehr?!" Er: "Nur so!" Grinsend zupfte ich seine Krawatte richtig und setzte mich mit ihm an die Theke, wo wir beide Cola tranken. Auf einem Hocker sitzend, erzählte er mir, was er in der Schule alles gemacht hatte und was er auf hat. "Hast da was drin?" fragte ich ihn und zeigte auf sein Schulranzen. Er: "Nö, also öhm, ja, Wasser!" Ich grinste und strich ihm durchs Haar. Mochte er wieder nicht und legte sie wieder richtig. "Werden doch eh gleich wieder nass!" lachte ich und er dann: "Nur wenn ich tauche!" Ich grinste breit und setzte mich in die Sitzecke.

Er trank seine Cola aus und fragte mich dann, ob er tauchen darf. "Mach doch, was fragst du?" Leicht irritiert guckte er mich an und ging zum Pool. Dann warf er seine Arme nach vorne und sprang Kopfüber, samt Schulranzen auf, in den Pool. Da er irgendwie nicht abtauchen konnte, schwamm er kurz auf dem Rücken, also auf dem Schulranzen und füllte ihn somit mit Wasser. Dann versuchte er nochmals zu tauchen und schwamm kurz unter Wasser. Da er dann nur schwamm und keine Musik hören wollte, las ich in der Sitzecke ein Buch. Nach einigen Minuten stand er Tropfnass neben mir und futterte Kekse. "Kannst auch leise schmatzen?" fragte ich ihn und er wurde knallrot. Sein Schulranzen tropfte heftig und irgendwie wirkte Tim kleiner als er ist. "Setz ihn doch ab, wenn er dir zu schwer ist!" grinste ich. Er legte sein Keks weg, drehte sich weg und beugte sich nach vorne. Das Wasser schoss nur so aus seinem Schulranzen. Als nichts mehr kam, stellte er sich wieder aufrecht hin und stopfte sich ein Keks in Mund. "So ist besser!" sagte er mit vollen Mund und ich grinste nur. Er ging dann nach oben und ich blieb noch unten sitzen und las das Buch zuende.

Seine nassen Klamotten und den Schulranzen fand ich später im Bad oben und brachte alles nach unten in den Wäscheraum.

 

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