Ab nach Dänemark

(06.07.2026)
Die letzten Tage waren sehr ruhig hier. Wirklich nass ist niemand geworden, also auch nichts zu berichten gewesen. Die Beerdigung von Lauras Lüdden ist erst nach der Fahrt nach Dänemark. Sie wird ja eingeäschert, wie Laura es unbedingt will. Ich war ja dagegen. Und weil es so ist, kümmert sie sich um alles und wir anderen fahren schon mal los. Ihr Verlobter Sverre (17) wird sie später mit dem Zug nach Dänemark begleiten.

Während meine Frau Claudia (32) mit den Zwillingen Natascha und Corinna (7) und Tim (11) mit dem Camper los ist, sind Sophie (16) und ich (Natalie, 32) nur bis Kiel mitgefahren. Von dort aus ging es mit meiner Yacht, die wir auf dem Anhänger mitgeführt hatten, weiter. Den Hänger ließen wir dort irgendwo in einer Garage stehen. Im Hafen musste ich die Yacht erstmal mit so einigen etlichen Litern Diesel (8000 Liter) betanken. Wirklich viel war es nicht, wenn man bedenkt was für eine Fahrt wir vor uns hatten.

Während die anderen über Flensburg und so weiter, weiter nach Dänemark fuhren, fuhren Sophie und ich mit der Yacht durch die Kieler Bucht nach Dänemark. Ich gab irgendwo richtig Gas und Sophie spielte Titanic. Sie stellte sich vorne hin und breitete die Arme aus. Ihre Haare wehten nur so nach hinten. Sie versuchte dummerweise auch, sich eine Zigarette anzuzünden. Jedes mal wenn sie eine im Mund hatte, wehte diese davon und sie meckerte immer wieder. Irgendwann gab sie es auf und ging wütend nach unten. "Will eine Rauchen man!" knurrte sie. Ich schmunzelte nur und ließ sie machen.

Als wir im Ferienort ankamen und ich die Yacht in den Hafen fuhr, stolperte Sophie und legte sich lang. Ihr Kopf blickte über den Rand zum Wasser hin. "Boah ist das dreckig hier!" schimpfte sie und wischte den Boden ab. "Hey!" sagte ich und: "Der Wischmop ist unten!" Sie: "Hä? Neeee!" Mit Lachen schob ich die Yacht an den Anleger und hupte kurz. Sophie erschrak sich und stolperte erneut. Diesmal stolperte sie aber von Bord und fiel ins Wasser. Lachend sagte ein Helfer: "Es geht aber hier entlang, junge Frau!" und zeigte auf den Steg. Er half ihr schnell raus. Ich konnte nicht mehr vor lachen und ging schnell nach unten, um meine Sachen zu holen. Nach dem abschließen ging ich auch von Bord und zu den Leihrädern.

Obwohl es nicht gerade warm war, wollte sie so nass bleiben (Hoodie, Jeanshose, Sneaker) und setzte sich aufs Rad. "Willst ne Jacke?" fragte ich und sie dann: "Ja, später vielleicht!" uns zitterte. Ich gab ihr schnell eine und sie zog sie an. Dann radelten wir so schnell es ging zu den anderen, die schon längst auf uns warteten. So dachten wir es jedenfalls. Als wir ankamen, war aber niemand zu sehen und ich rief sie an. "Joa, stehen im Stau! Irgend so ein Trottel hatte sein Anhänger nicht unter Kontrolle!" hieß es und Sophie lachte. Kurz darauf meinte Sophie: "Oder ward ihr das mit dem Hänger?" Claudia: "Der steht doch in Kiel irgendwo!" Sophie: "Am Kiel? Pass auf dass der nicht reinrutscht!" Ich unterhielt mich noch weiter und Sophie baute ihr Zelt auf.

 

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