Kleine Yacht-Tour

(26.07.2026)
Trotz Regen fuhren wir heute mit meiner Yacht umher. Es ging von einer Insel zur nächsten. Da Tim (11) später mal Kapitän werden will, kaufte ich ihm ein Kapitänsanzug, den er heute nun trug. Er durfte auch die Yacht steuern und machte es mit Leichtigkeit. Irgendwo wollten Laura und Sverre (beide 17) von Bord und ich setzte sie ab. Kein Plan was sie da wollten. Wir anderen fuhren weiter. An vielen Orten vorbei, an Robben und Ruinen vorbei und irgendwo sahen wir uns die Stadt an und ein Museum.

Auch ein ausgiebigen Strandspaziergang machten wir. Auf dem Weg zur Yacht fiel Sophie (16) plötzlich ein, dass sie schwimmen wollte. Ich fragte, ob sie es nicht zuhause machen könnte und sie dann: "Zuhause kann ja jeder, will jetzt und hier, so wie ich bin!" "Öhm, na dann zu!" sagte ich und sie rannte mit ihrer Beinprothese, einer bunten Stoffhose, Hoodie, Strümpfen und Sneaker ins Wasser. Ihren Rucksack ließ sie bei uns. Die Brille ließ sie auch auf. Irgendwann war sie verschwunden und kam erst nach über einer Stunde zu uns zurück. "Guck mal Mama!" sagte sie freudestrahlend und zeigte mir zwei Steine. Lukas (16): "Wow, wo hast die denn her, dass sind ja Bernsteine!" "Hab ich beim tauchen gefunden dahinten!" strahlte sie und wollte wieder ins Wasser. Da sie aber am zittern war, ließen wir sie nicht.

Wieder auf der Yacht, zog sie sich schnell um und futterte dann mit uns in einem Restaurant. Danach fuhren wir schnell wieder zu Laura und Sverre und suchten sie. Die Zwillinge Natascha und Corinna (7) fanden die beiden und riefen nach uns. Lachend zeigten sie auf zwei Köpfe im Sand. Alles andere war unter Sand begraben, auch die Hände. Tim wollte sofort wissen wie sie es gemacht haben, aber sie lachten nur. Dann krochen die beiden aus dem Sand und ich verzog mein Gesicht. Er hatte ein silbernen Anzug an und sie Jeanshose, Hoodie, Regenjacke und Pumps. Ihren roten McNeill Schulranzen, der auch ganz nass war, stand daneben. Sophie lachte kurz und fragte dann, ob Laura noch ihre Beinprothese an hat. "Was denn sonst?" sagte sie und Sophie dann: "Knirsch Knirsch!" Laura: "Nö, geh gleich kurz schwimmen mit und außerdem fahren wir morgen nach Hause!" Das konnte ich nur bejahen und ließ sie gehen.

Und weil Sverre wieder mit Anzug schwimmen ging, wollte Tim es natürlich auch. "Aber nicht mit dem hier!" sagte ich etwas lauter und er dann: "Ach Menno!" Sophie grinste. "Im Schrank hängt noch einer, zieh den an!" meinte Claudia und er rannte weg. Mit Samtanzug (Hose und Sakko), Krawatte um, weißem Hemd und schwarzen Lederschuhen kam er zu uns zurück und strahlte mich an. "Geh rein!" sagte ich nur und weg war er. Dann schwamm er mit Laura und Sverre kurz umher und kam wieder raus. Zitternd standen die drei bei uns und fragten, ob wir noch was vor haben.

Da wir nichts weiter vorhatten,  gingen wir alle an Bord und ich fuhr los, weil ich mein Camper nicht so lange allein lassen wollte auf dem Campingplatz. Die Kinder zogen sich in der Zeit um und standen später in frischer Kleidung an Deck und genossen den harten Fahrtwind.

 

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