Beim Bauern

(01.10.2026)
Wollte mal wieder einiges an Fleisch und so holen und auch für Weihnachten schon mal vorbestellen. Fuhr deswegen aber nur mit dem Rad hin, weil mit Auto auf der Fähre und so, naja. Passt ja auch alles aufs Rad. Vor dem Hof sah ich schon, dass ich wieder durch den stall marschieren muss. Ich öffnete das Tor und die Kühe starrten mich an. "Hab nichts für Euch!" sagte ich und die dann: "Muh!" Aber richtig laut, als würden sie mich anmeckern. Ich ging langsam mit meinen kurzen Gummistiefeln weiter und guckte mich um.

Dann passierte es. Ich steckte fest. "Mist!" schnaufte ich und versuchte rauszukommen. Dann fiel ich zu Boden und mein Mantel wurde nass und dreckig, dann auch mein Rucksack, in dem ich die Sachen verstauen wollte. "Och nö!" knurrte ich und dann kam ein: "Bist stecken blieben?" (Mein Plattdeutsch ist nicht so gut wie das von Laura) Ich guckte mich um und sah den Bauern. "Jub!" rief ich und er kam an. Er half mir hoch und wir gingen nach hinten. Schnell mein Einkauf verstaut und wieder durch den Stall nach draußen. Zweimal rutschte ich im Stall aus und legte mich lang. Jedes Mal lachten die Kühe blöd. So hörte es sich jedenfalls an.

Auf der Fähre später, stand eine Frau schräg hinter mir. Der Wind kam seitlich von hinten. Sie: rümpfte die Nase und meinte: "Also nee, manche sollten andere Deos benutzen!" Ich grinste mir ein und dachte nur, dass ich es nicht sein kann weil der Wind ja von hinten kommt, also alles weg von mir. Dann kam sie aber näher und schnüffelte wie ein Hund. Ich: "Das Fleisch gehört mir!" und grinste sie an. Sie: "Warst gerade beim Bauern?" Ich: "Wo denn sonst, brauchte Landluft!" Sie lachte und ging.

Zuhause hab ich meine dreckigen Sachen nur in die Maschine gesteckt und gewaschen. Baden, duschen oder gar schwimmen wollte ich nicht damit. Dann hätte ja noch mehr gestunken, denke ich mal.

 

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