Überschwemmung vom Balkon
(03.07.2025)
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Mama wollte das heftige Gewitter, welches über uns kam, abwarten und ein
Tag später erst nach Dänemark fahren. Sie hatte auch wieder Angst um
ihren Camper. Meine beste Freundin, schon seit über zehn Jahren, Melody
(16), fährt dieses Jahr mit uns mit. Auch meine neue Freundin Clara (16)
fährt an den selben Ort in Dänemark wie wir. Da auch ihre Eltern ein Tag
später los fahren wollten, blieb sie bei mir und wir unterhielten uns
noch sehr lange. Sie fährt auch mit uns mit. Irgendwann sehr spät am Abend, legten wir uns ins Bett bzw. auf die Besuchermatratze und pennten. Meine Lüdde Wiebke (2) pennte schon seit Stunden friedlich in ihrem Bettchen, dass ich in die leere Ecke, wie im letzten Erlebnis beschrieben, stellte. Clara legte ihre Matratze daneben und Melo kam zu mir mit ins Bett. Wir waren schon am pennen als ich ein lautes Geräusch hörte. "Boah, was war das denn?", fragte ich leise und Melo so: "Ich war das nicht, penn weiter!" Ich drehte mich auch wieder um und dann knallte es noch lauter draußen. Oder auch genauso laut, hörte es vorher ja noch im Schlaf. Auch Clara wachte dadurch auf und guckte zu uns rüber. "Wat dat´n?", fragte ich wieder. Clara: "Ist da was umgekippt draußen?" Ich schielte leicht und dachte an unser altes Haus, wo ständig ein Baum in mein Zimmer ist. Provisorisch zog ich meine Beinprothese an und ging zum Balkon. Da stand ein Stuhl genau vor der Tür und wackelte. "Boah, der wackelt ja voll!", kam da von mir und Melo so: "Bei dem Sturm, guck doch mal die Bäume an Ey!" Das taten wir alle und bekamen große Augen. Weil auch der Regen an meine Scheibe knallte, wollte ich es genauer wissen und machte die Tür auf. Melo: "Bist verrückt man, da ist Wasser drauf!" Doch es war schon zu spät, das Wasser suchte sich sein Weg in mein Zimmer und machte den ganzen Boden nass. Der Klappstuhl der am wackeln war, wackelte wegen dem Wasser so. Er schwamm also fast oben drauf und knallte immer an die Scheibe. Wir schrien und versuchte die Tür wieder zu schließen. Dann krachte es erneut und ein, na wie soll es anders sein, Baum, knallte auf mein Balkon. "Bingo!", rief ich laut und Wiebke wurde wach. Sie stand in ihrem Bett und guckte uns groß an. "Och Mensch, hat Mama dich geweckt?", sagte ich und nahm sie auf den Arm. Geweint oder so hatte sie zwar nicht, aber sie war doch leicht erschrocken und guckte sich immer um. Melo und Clara versuchten das Wasser vom Boden aufzuwischen und in die Waschschüssel von Wiebke zu befördern. "Da badet sie jetzt aber nicht drin!", lachte ich und Melo so: "Wo sollen wir es denn sonst so schnell auswringen?" Dann ging die Tür auf und Lukas (15) kam rein. "Ach du Scheiße, was hier denn passiert?", fragte er und nahm sich gleich ein großes Handtuch und half mit. Jedes mal wenn ich Wiebke zurück ins Bettchen stellen wollte, wollte sie wieder raus und zu mir. Da konnte ich ja nicht mithelfen, Sorry. Die drei wischten den Boden auf und machten sich selber dabei nass. Zwischendurch kippten sie die Schüssel aus und machten weiter. "Wat hier los?", fragte Mama (Natalie, 31) plötzlich und lachte. "Oh ha, nu aber schnell, Oma braucht die Schüssel für Salat!" Wir: "Hä?" Mama lachte laut los und dann kamen auch Natascha und Corinna (6) zu uns. "Ist hier was passiert, hat ja voll geknallt vorhin?!" Dann stand auch Claudia (31) in der Tür. Ich: "Boah, jetzt fehlt nur noch Tim!" Kaum sagte ich es, da stand er auch schon fragend in der Tür. Er übernahm Wiebke und wir anderen wischten weiter den Boden auf. Fast alles in meinem Zimmer hatte Wasserschaden und Mama so: "Macht ja nix, wird eh alles erneuert hier!" Ich machte die Augen zu und schob meine Augenbrauen hoch. Dabei schielte ich nach oben und zog eine Schnute. "Lass dich überraschen, wird alles gut und schöner!", sagte Claudia und ich so: "Hoffentlich auch größer und Wasserdichter!" Mein fast neuer runter Teppich unter dem Tisch wellte sich und ich schüttelte nur den Kopf. "Die Ferien fangen ja echt super an!", schimpfte ich noch und verzog mich in mein Bad. Als alle fertig waren und alle bis auf Clara und Melo blieben, kam ich wieder raus und die beiden so: "Hast geheult?" Ich holte nur tief Luft und ging zum Balkon. Zum Glück hat der Baum mein Fenster nicht durchbohrt, sondern nur den Schrank umgekippt. Das Geländer hat aber ordentlich was abbekommen. Da kein Wasser mehr drauf stand, machte ich die Tür auf und ging raus. Fast alles was im Schrank lag, lag auf dem Boden verteilt und der Tisch, der eigentlich fest am Haus ist, stand etwas schief. Kopfschüttelnd stellte ich den umgekippten Stuhl hin und setzte mich. "Ähm, das Gewitter ist aber noch!", kam von beiden und ich so: "Mir doch egal, will ein Joint!" Beide guckten mich erschrocken an und bekamen kein Wort raus. Ich: "Und, habt ihr was dabei?" Beide, mit ausgestreckter Zunge und großen Augen: "Was?" Ich: "Wo ist Sverre, immer wenn man ihn braucht ist er nicht da!" Die Münder von beiden wurden größer und die Augenbrauen schoben sich immer weiter zum Gehirn. "Nicht dein Ernst jetzt!", kam dann von Melo und ich lachte laut los. "Ruhe da jetzt man!", schrie Sophie (15) von nebenan. Dachte sie wäre schon bei ihrer Freundin oder so. Wir drei rauchten dann schnell eine (normale Zigarette) und verschwanden wieder ins Bett. Am frühen Morgen, weil ich nicht mehr pennen konnte, schrieb ich dies Erlebnis auf und machte mich dann fertig fürs Frühstück und die Reise. |