Vor Schreck im Teich gelandet

(05.04.2026)

Vom gestrigen Osterfeuer bei uns im Ort, gibt es nicht viel zu berichten. Meine Lüdde Wiebke (3) kam noch mit und tanzte mit anderen Kindern wild um das Feuer herum. Ihr Friesennerz den sie trug, bekam ein paar kleine Brandlöcher, aber nicht weiter tragisch. Heute machten wir im Garten noch ein kleines Osterfeuer und setzten uns alle drum herum auf Stühlen aus alten Baumstämmen und einer langen Bank, ebenfalls aus alten Bäumen. Sophie (15), Lukas (15), Sverre und ich (Laura, beide 17), spielten wieder auf unseren Gitarren ein paar Osterlieder.

Wir steckten auch wieder Folienkartoffeln, kleine Fleischspieße mit Zwiebeln und Gemüse und loses Gemüse ins Feuer. Es waren die ganzen Äste und auch umgestürzten kleinen Bäume usw. die wir verbrannten. Wurde natürlich angemeldet und es lag auch ein Gartenschlauch, Eimer und Gießkannen mit Wasser bereit. Nach und nach gingen alle rein und ich blieb noch mit meinem Schatzi Sverre draußen. Wir wollten das Feuer ausbrennen lassen und dann erst rein. Mama wollte eigentlich, dass wir das Feuer löschen.

Wir tranken noch ein paar Biere und knutschten etwas rum. Die Nacht brach rein und wir spielten wieder auf unseren Gitarren. Leise, damit niemand gestört wird. Wir hörten die Nachbarn erst noch, später dann nicht mehr. Das Feuer wollte irgendwie nicht ausgehen und wir wurden langsam müde. Wir spielten aber noch weiter Gitarre und sangen leise dabei. Dann flog plötzlich etwas an uns vorbei und wir erschraken leicht. "Boah, geht schlafen man!", fauchte ich. Er lachte und meinte dann, dass die Vögel sich noch ein letzten Snack zu sich nehmen. "Ich Vögel dir auch gleich ein!", grinste ich und er so: "Kannst haben!"

Nachdem ich mich etwas vom Schreck erholt hatte, spielte ich weiter Gitarre und träumte vor mich hin. Dann flogen plötzlich viele Vögel an uns vorbei und er so: "Das sind Fledermäuse!" Die kreisten um uns herum und piepsten immer. Langsam kroch die Angst in uns hoch und er versuchte immer, die Fledermäuse mit seiner Gitarre zu verjagen. "Spinnst du man, lass die leben!", meckerte ich. Weil es dann aber immer mehr wurden und sie nicht aufhörten um unsere Köpfe zu fliegen, rannten wir weg. Dummerweise war es dunkel und wir sahen nichts mehr. "Aaahh, der Teich!", rief ich. Er stolperte und flog rein. Kurz darauf auch ich. Er in seiner gelben North Face Daunenjacke, Sneaker, Jeanshose und Pullover und ich in Lederhose, Pullover, Gummistiefel und meinem Friesennerz. Wir schrien kurz und plantschten dann irgendwie doof rum. Beim rausklettern, meinte er, dass seine Daunenjacke neu ist und noch nie Wasser gesehen hatte vorher. Ich so: "Wie jetzt, jetzt hast drei davon?" Er: "Nee, wieder nur zwei, eine ist hin!" Ich nur: "Hm!" Es ist seine Lieblingsjacke und er holt sich immer neue davon. Irgendwann gibt es davon keine mehr, nur in anderen Farben.

Quatschnass gingen wir zum Feuer zurück, dass schon fast am Ende war und wir löschten alles. Zum größten Teil mit dem Wasser aus den Eimern und Gießkannen. Den letzten Rest mit unseren nassen Sachen. Leicht durchgefroren sind wir mit unseren Gitarren ins Haus und zum Wäscheraum. Er: "Ich schwimm noch ne Runde!", und weg war er. Er sprang so wie er war in kalten Pool und schwamm. Ich natürlich gleich hinterher. Das Licht war gedimmt und wir schwammen um die Wette. Am Rand knutschten wir uns ab und öhm ja, dann passierte es natürlich. Wir liebten uns heftig und uns wurde schnell wärmer. Leider war meine Lederhose danach nicht mehr zu gebrauchen, aber passiert halt mal. Nach einer kleinen Runde, schwammen wir zur Leiter und raus. Schnell umgezogen, nochmal nach dem Feuer gesehen und dann ab in mein Zimmer und ins Bett. Es klappte ein zweites mal und wir pennten dann schnell ein. Grins. Wiebke bekam vom ganzen nichts mit.

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