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Große Kinder, große Sorgen

(22.11.2025)
Gestern war ich den Nachmittag und frühen Abend alleine - Thomas war zu seinen Fußballkumpels Fußball schauen und Bier trinken, und Hannah (13 1/2) war bei ihrer BFF Lara (14), dachte ich. Ich genoss den Nachmittag mit einem ausgedehnten Spaziergang durch die tiefgefrorene Landschaft (Minus 5 Grad und Sonne) und legte mich anschließend wie ich war mit Stiefeln, Leggins, Jeans, Top, Wollpullover, Wintermantel, Schal, Mütze, in die warme Wanne. 

Später, am Abend dann war ich gerade mal am chatten (endlich war mal wieder jemand in deinem Chat), da hörte ich Geräusche auf der Terrasse. Als wenn jemand kam, was ablegte und wieder weglief. Ich sah nach und erschrak. Da lag Hannah völlig benommen bei Minus 7 Grad, nur in Turnschuhen, Jeans und Pullover, nass von unten bis zum Bauchnabel und war total benommen. Sie stank nach Alkohol und hatte wohl was getrunken. Wahrscheinlich war da aber noch was anderes im Spiel, Drogen oder ganz und gar KO-Tropfen ging mir sofort durch den Kopf. Ich zerrte sie gleich ins Haus und trug sie hoch ins Bad, unter die Dusche, spülte sie mitsamt ihrer Klamotten warm ab. Da kam sie ein wenig zu sich und sah mich komisch an, wie ich da genau so nass wie sie neben ihr hockte. Wo und mit wem sie unterwegs war, wo ihre Handtasche mitsamt Handy und ihre Jacke ist konnte oder wollte sie mir nicht sagen. Ebenso wenig warum sie bis zum Bauch nass war und wer sie nach Hause gebracht und nicht die Eier gehabt hatte, sie an der Haustür abzuliefern, anstatt sie auf der Terrasse der Gefahr des Erfrierens auszusetzen. Ich war total besorgt bei dem letzten Gedanken, was passiert wäre wenn ich sie nicht zufällig gehört hätte. Minutenlang hielt ich sie unter der warmen Dusche im Arm und heulte. Dann half ich ihr ausziehen und legte sie wie sie war in ihr Bett. Nachts hörte ich dann, wie sie sich heftig übergab und sah dann nach ihr und machte alles sauber, während sie sich einen Pyjama überzog und in meinem Bett weiter pennte.

Ihre fehlenden Sachen fand ich dann am Morgen auf dem Tisch auf der Terrasse. Ob ich sie gestern Abend nur übersehen hatte, oder ob nochmal irgendein Feigling da war, um sie abzulegen, weiß ich nicht. Während ich dies hier aufschreibe, schlafen sowohl Hannah als auch mein Mann, der irgendwann nachts völlig betrunken nach Hause kam, ihren Rausch aus.

Bis Weihnachten gilt für Hannah jedenfalls Hausarrest.

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