Muttertag
(10.05.2026)
| Könnte dies Erlebnis eigentlich auch: "Viele
kleine Ferkel" nennen. Nass ist es heute nicht geworden, aber dreckig
dafür. Claudia ist zu ihrer Mutter gefahren und ich hatte Besuch von
meiner. Mein Bruder und meine Schwestern waren auch alle da. Plus
Anhang. Also volles Haus, nach langer Zeit mal wieder. Unsere Michelle
(Haushaltshilfe) hatte wieder alle Hände voll zu tun. Die Kinder hatten
gestern schon Kuchen, Torten und Kekse gebacken und wir stellten heute
alles auf die Tische. Irgendwann kam Laura (17) zu mir und grinste mich
mit großen Augen an. "Was hast gemacht, siehst verheult aus?!" fragte
ich sie. Sie grinste breit und hielt mir ein Bild hin. Dann sagte sie
mit verheulter Stimme: "Mein erster Muttertag!" und kurz darauf, mit
Tränen in den Augen: "Sie hat mir ein Kuchen gebacken!" Dann umarmte sie
mich und wünschte mir alles Liebe und Gute zum Muttertag. Ich bekam fast
selber die Tränen als sie mir das sagte. Ich freute mich richtig für
sie. Sie half dann noch schnell mit den Tisch zu decken und verschwand
wieder. Kurz darauf kam ihre Lüdde Fenja (3) zu uns und stellte ein
kleinen Kuchen auf den Tisch. Sie guckte sich um und fragte, wo denn
ihre Mama sitzt. "Für deine Mama?" fragte meine Mama, also ihre Oma sie.
Sie: "Ja!" Das sagte sie so, als ob es selbstverständlich ist und für
niemanden anderes. Wir lachten alle und zeigten ihr den Platz. Nach und nach kamen alle an die Tische und setzten sich. Kaum war das Gebet fertig, da nahmen sich alle was auf den Teller und futterten. Weiß gar nicht mehr wer anfing, aber irgendwie schossen von überall Kuchenkrümmel über die Tische. Lachend machte ich mit und dann kippten auch Tassen und Gläser um. Die kleinen (alle zwischen 2 und 8) fanden es lustig und griffen mit ihren Händen in die Torten und schmissen sie über die Tische. Ruckzuck war jeder dreckig und lachte. Meine Mama irgendwann: "Tortenschlacht, yeah!" Ich guckte sie komisch an, weil ich das von ihr so nicht kannte und sie dann: "Ja guck nicht so, mach!" Ich verzog mein Gesicht und warf ihr ein Stück Torte auf den Schoß. Sie: "Danke, wo ist mein Löffel hin?" und guckte sich um. Sverre (17), der Freund von Laura dann so zu mir: "Hat sie was genommen?" Ich: "Kein Plan, aber Geil!" Irgendwann haute Olaf (ü50) auf den Tisch und sagte ein Machtwort. Alles setzte sich gerade auf den Stuhl und guckte erschrocken die anderen an. Olaf: "Geht doch, hab Hunger!" Meine Mama: "Ist noch genug da, lang zu!" Wir wischten um unsere Teller herum alles weg und nahmen uns vom übrigen Kuchen was. Langsam kehrte wieder Ruhe ein und alles futterte. Nachdem nichts mehr da war, gingen die Kinder alle nach unten in Waschraum und zogen sich um. Niemand dachte daran in den Pool zu gehen oder sich unter die Dusche zu stellen. Schon komisch, aber nun ja. Wir Erwachsenen machten später aber alle dasselbe. Sagte ja, es wurde nichts nass, außer von den Getränken die umkippten. |