Traurige Sophie

(10.05.2026)
Als am Abend die meisten gegangen waren, nach dem Kuchen futtern (siehe letztes Erlebnis), verteilten sich die Kinder in ihre Zimmer und wir hatten ein wenig Ruhe. Meine Frau kam dann auch endlich von ihrer Mutter zurück und wir setzten uns in die Eingangshalle. Später fragten uns erst Lukas (15) und dann auch Tim (11) und die Zwillinge Natascha und Corinna (7), ob wir Sophie (15) gesehen hätten. "Nee du, die ist doch im Zimmer oben!" sagten wir. Da soll sie aber nicht sein, meinten sie und wir suchten sie überall. "Wo ist sie?" fragten wir immer wieder. Nirgends war sie zu finden.

Dann guckte meine Frau Claudia (32) nach ihren Zahnprothesen und Zahnspangen in ihrer Praxis. Nach einigen Minuten kam sie etwas grinsend zurück und sagte, dass sie Sophie gefunden hat. "Hä? Wo das denn?" fragten Laura und Sverre (beide 17), Lukas und ich (Natalie, 32). "Komm mit!" sagte sie zu mir und alles stand auf. Wir gingen leise, weil Claudia es so wollte. In ihrer Praxis hat sie auch ein Badezimmer wo eine Badewanne steht. Und genau da drin saß Sophie. Wir kicherten kurz alle und Sophie dann: "Lasst mich!" und tauchte unter. Ich schickte alle weg und ging mit Claudia ins Bad. "Komm mal wieder hoch hier, was machst du hier im dunkeln?" fragte ich und machte das Licht an. Sie lag in schwarzer Kleidung (Hose, Pullover, Jacke und Schuhe) in der vollen Wanne. Sie tauchte wieder auf, wischte sich kurz die Augen und setzte ihre Brille wieder richtig auf. Ich schüttelte den Kopf und guckte sie fragend an. Nach kurzer Zeit holte sie tief Luft und fragte uns, wie es ihren Eltern wohl geht und ihrem Bruder. Ich dachte da nur, warum denkt sie am Muttertag an alle?

Dann kam ihr alles wieder hoch. Wie sie im Wagen saßen und es laut krachte. Wie sie irgendwas im Bein stecken hatte und ihr Bruder sie mit leeren Augen ansah. Sie schrie wie am Spieß, aber niemand kümmerte sich um sie. Bis sie irgendwann aus dem Wagen geholt wurde und mit einem Krankenwagen weggebracht wurde. Sie weiß sonst nicht mehr viel von ihnen, hat auch keine Bilder mehr und nichts. Ich setzte mich mit Abendkleid und Heels zu ihr und nahm sie in Arm. Claudia ging wieder zu den anderen. Fast eine Stunde lag sie in meinem Arm und weinte. Dann guckte sie mich an und sagte: "Ich Liebe dich Mama!" und weinte fürchterlich. Nachdem wir dann zusammen eine geraucht hatten, stiegen wir raus und gingen noch kurz so tropfnass durch den Garten. Im Wäscheraum zogen wir uns um und gingen zu den anderen. Lukas zu ihr: "Alles wieder gut?" und machte Platz neben sich. Sie nickte mit dem Kopf und setzte sich neben ihn. Dann passierte etwas, womit niemand gerechnet hatte. Sie nahm seine Hand und strahlte uns an. Ganz leise sagte sie dann: "Wir sind zusammen!" Sie sah dann wieder aus, als ob sie heulen wollte und ich dann: "Na wow, Glückwunsch!" Laura: "Echt jetzt?" Lukas war knallrot geworden und nickte mit dem Kopf. Sophie, mit etwas kratzen im Hals: "Menno, irgendwann müssen wir das doch allen sagen!" Er, etwas schüchtern: "Ja!" Wir lachten alle und er verschwand schnell. Sophie guckte uns fragend an und ich dann: "Ich freu mich drüber!" Sie: "Wirklich Mama?" Ich: "Lauf ihm nach!" Das machte sie auch schnell und wir kicherten weiter. Laura: "Boah, die beiden, endlich mal!" Naja, viel war dann nicht mehr gewesen.

 

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