(12.02.2026)
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Nach dem Theater, wo ich (Laura, noch 16) mit meiner Tochter Wiebke
(2,8767) hin war, standen wir auf dem Heimweg im starken Regen. Ohne
Regenschirme, aber im bunten Steppjacken, standen wir an einer
Haltestelle ohne Häuschen im fetten Regen. Wir hätten zwar auch eine
Haltestelle weiter laufen oder uns woanders unterstellen können, aber
wollten wir beide nicht. Sie spielte in einer Pfütze und ich wurde
langsam aber sicher ungeduldig. Nicht weil sie spielte, sondern weil der
Bus nicht kam. Es regnete mal mehr und mal weniger stark und wir wurden
immer nasser. Mein Rucksack tropfte schon und andere Menschen rannten
als wären sie aus Zucker. Ein paar guckten mich komisch an. Zwei sahen
auch so aus, als ob sie mir ihren Regenschirm schenken wollten. Irgendwann wurde es mir zu bunt und ich guckte nochmal auf den Plan an der Haltestelle. Mir sanken da fast die Schultern zu Boden. Der Bus fährt eine Umleitung und wir standen umsonst dort. Wieso das nicht in der App angezeigt wurde, stand dort auch nicht. "Komm, wir müssen weiter!", sagte ich zu Wiebke und sie so: "Nö, weiter spielen!" "Och nö, komm schon!", knurrte ich und sie fing an zu weinen. "Nicht das auch noch, komm jetzt!" Sie wollte nicht laufen und blieb wie angewurzelt stehen. Da blieb mir ja nichts anderes übrig, als sie auf den Arm zu nehmen. Mit ihr auf dem Arm bin ich dann zur Bahn. Dummerweise nicht schnell genug, denn sie machte die Türen zu und fuhr los. Eine Frau im inneren zuckte mit der Schulter und ich winkte ab. Immerhin gab es dort ein Häuschen und ich setzte mich hin. Sie spielte gleich wieder und tanzte unter einem Rohr an der Haltestelle. Sie duschte sozusagen und die Leute lachten blöd. Ich schüttelte nur den Kopf und ließ sie machen. Dann endlich kam die Bahn und wir fuhren los. Auf halber Strecke bremste die Bahn heftig und alles guckte raus. Ein fast Zusammenstoß mit einem Auto, zum Glück. Der Autofahrer machte den Scheibenwischer vorm Gesicht und ein paar Fahrgäste meckerten in der Bahn. Nach kurzer Zeit fuhren wir weiter und kamen am Endpunkt an. Da dachte ich nur: "Wie blöd bin ich eigentlich?" Hätte mit ihr am Bahnhof aussteigen können und mit dem Zug fahren können, aber nö. Da standen wir nun wieder im Regen und warteten auf den nächsten Bus, der uns nach Hause brachte. Völlig durchnässt kamen wir zuhause an und sie hüpfte fröhlich durch die Eingangshalle, wo jetzt statt des Weihnachtsbaumes eine große Palme steht. Da ich leicht säuerlich guckte, sagte Sophie (15): "Aber jetzt nicht die Palme rauf gehen!" Das hat sie so doof gesagt, dass ich lachen musste. Ich umarmte sie und sagte: "Wenn du nicht wärst hier, oh man!" Wir lachten beide kurz. Wiebke rannte nach oben und ich langsam hinterher. "Und, war es schön?", fragte mich Mama Claudia oben. "Was?" - "Warst nicht im Theater?" - "Ach so doch, ja, war schön!" Sie lachte und ging runter. Naja wirklich schön ist was anderes, aber was soll ich mit ihr schon angucken als die Schlümpfe? Sie ist ja selbst noch ein Schlumpf, lach! Sie zog ihre Jacke auf dem Flur schon aus und ließ sie einfach fallen. Ich musste schnell auf Pott und überlegte dann kurz, ob ich duschen gehe. Das machte ich dann aber nicht und folgte Wiebke. Sie malte wieder Bilder, mit blauen Farben und ich guckte zu. Sie sagte, dass sie Schlumpfhausen malt, sah aber wie eine Mülldeponie aus. Sorry! |