Ausflug in den Harz

(15.02.2026)

So, eigentlich wollte ich (Laura, 17) mit meinem Verlobten Sverre (17) alleine in den Harz fahren, weil ich mir ein Bergwerk ansehen wollte. Das war ja auch mal wieder richtig dumm gewesen. Hab im Internet ein Termin gebucht und später hat Mama alles bezahlt. Als ich mir später die Karten ansah, dachte ich nur: "Wie blöd bin ich denn?" Lachend und halb weinend zeigte ich Mama die Karten und sie so: "Wieso, ist doch ein geiles Geschenk!" Klar, wollte an mein Geburtstag auch im Harz feiern mit mein Mädels und anderen, logisch. "Feiert doch im Berg!", meinte meine Schwester Sophie (noch 15). "Klar, und das nächste mal dann auf dem Mond, oder wie?", sagte ich. Sophie: "Da kannst du auch bald feiern, wenn du das Geld hast!" Wir lachten alle und mein Bruder Lukas (noch 15) so: "Oder du feierst mit Svenn auf der Verlobungsinsel später!" Den Vorschlag fand ich allerdings gut und wollte es dann auch so.

Sehr früh am Morgen sind wir dann los heute. Alle gratulierten mir zum Geburtstag und legten die Geschenke in die Eingangshalle. Als Mama mit dem Camper vom Hof fuhr, kamen Eslem (noch 16) und Melody (17) auf ihrer Vespa angefahren. "Oh Sch.....!", sagte ich laut und bat Mama schnell anzuhalten. "Hey, wo wollt ihr denn hin?", fragten meine Mädels. Ich stieg aus und redete mit ihnen. Hatte ich wohl was gemacht bei der Message. Dachte hab alle informiert, aber wohl nur Vanessa. Ich entschuldigte mich, fragte ob sie mitkommen wollen und stieg dann wieder in Camper. Mitfahren wollten beide nicht, also fuhren wir weiter. Ich winkte hinten aus dem Camper und Eslem zeigte mir den Stinkefinger. "Geile Mädels hast du!", sagte Lukas, der ja in Essi verknallt ist, und grinste mich blöd an.

Am Bergwerk angekommen, mussten wir gleich hin, weil wir sonst wieder hätten gehen müssen. Halbe Stunde vor Beginn der Führung sollten wir da sein. Wir standen im Stau und durch manche Wege die nicht wirklich gestreut waren, kam Mama mit dem Camper nicht schnell voran. Wir guckten uns das Bergwerk an, wo wir mit einer Bahn rein sind und an lauter Kerzen vorbei in eine kleine Halle fuhren. Dort konnten die kleineren mit einem Grubenfahrrad fahren. Die Zwillinge wollten auch mal und Tim traute sich nicht. Ja okay, ich bin mit Sverre auch die kleine Strecke gefahren. War schon anstrengend und auch nur kurz, aber Geil. Danach ging es steil und eng Bergab. Für uns Beinprothesenträger etwas anstrengend, aber machbar. Der Führer hatte da so seine Bedenken gehabt. Nach einigen lauten Signalen durften mein Bruder Tim (11) und zwei andere mal einen Bohrer betätigen. Durch ein sehr finsteren Gang ging es weiter. Da mussten wir uns unterhalten, damit wir uns nicht verlieren, was eigentlich gar nicht möglich ist dort. Für Angsthasen oder Leute die Angst in engen dunklen Räumen haben ist das absolut nichts. Unsere Sicherheitshelme stießen immer an die Decke. Mit etwas Licht ging es dann zum Ausgang. Also mal kurz: Der Rabensteiner Stollen in Thüringen ist eine Reise wert.

Als wir draußen waren, wollten die meisten noch in ein Restaurant was essen gehen, was ich aber nicht wollte. Wollte mit Sverre lieber noch zu einer Bahnstrecke hoch und uns ein paar Loks ansehen. Es wurde beides nicht gemacht, sondern in den Camper gegangen. Dort haben wir schnell was gegessen und dann fuhren wir ca. 60 km weiter zur Verlobungsinsel. Da waren wir vor einigen Jahren schon mal gewesen, aber gehört jetzt hier nicht hin. Heute war ich ja mit Svenn dort. Da noch Schnee überall lag, zogen wir unsere Schneeanzüge an und marschierten los. Konnten ja nicht mit dem Camper an die Insel ran. Der Weg war diesmal nicht einfach dorthin, weil Schnee, Kälte und zum Teil Eis war.

Nachdem wir uns alle des Öfteren langgelegt hatten, kamen wir endlich an. So dachten wir es natürlich. Die eine Brücke rüber und fertig. Ja, haha, so einfach dann doch nicht. Laura, also ich, ging rüber, rutschte aus und rutschte immer weiter und weiter und rutschte dann auch noch in die Oker. "Brems doch!", rief mir Sophie immer zu und ich immer: "Bremse kaputt, Luft raus!" Halb schreiend und lachend saß ich dann bis zum Bauchnabel im Eiskalten Wasser und stand sofort wieder auf. Hoffte das dadurch nicht so viel Wasser in mein Schneeanzug kommt, aber dem war nicht so. Ich fror schnell und wollte nur noch zurück zum Camper. Mamas hatten aber vorgesorgt und trockene Sachen dabei. Thermohosen, Sneaker und Unterwäsche. Naja, was sollte ich machen, zum Camper waren es ein paar Kilometer und bis ein Hubschrauber oder keine Ahnung was, da ist, bin ich erfroren. Musste dann schnell meine Sachen ausziehen und die frischen an. Mein Pulli und die Jacke blieben aber nass. So schnell es ging, liefen wir zum Camper zurück und ich legte mich gleich oben in ein Bett und deckte mich zu. "Zieh doch deine feuchten Sachen aus, Kind!", kam da von Mama und ich so: "Ja gleich, wollt mich nur kurz aufwärmen und dann!"

Zurück zur Hauptseite

Free Counter