(20.02.2026)
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War mit meiner Lüdden Wiebke (2,8986) zum Kinderarzt, weil sie immer am
weinen war und sich den Bauch hielt. Weil es auch irgendwie schnell
gehen musste, setzte ich (Laura, 17) sie in den Anhänger und fuhr mit
Fahrrad hin. Da dort nicht so wirklich Platz ist, brachte ich sie
schnell rein und klemmte dann den Anhänger ab und stellte ihn neben mein
Fahrrad. Mit zwei Schlössern, eines für Rad und eines für den Anhänger,
schloss ich beides fest und ging rein. Wiebke lief da wie blöd rum und
schmiss Bauklötze durch die Gegend. "Was machst du denn, lass das!",
knurrte ich sie an und sie heulte. Ich zog meine Jacke aus und nahm sie
auf den Schoß. Nur wenige Minuten später kamen wir dran und sie wurde
untersucht. Zum Glück nichts schlimmes, nur eine kleine
Magenverstimmung. Als wir dann wieder raus gingen, regnete es wie verrückt. Ich zog ihre Jacke richtig zu und setzte ihr die Kapuze auf. Meine setzte ich auch schnell auf und ab zum Fahrrad. Nachdem ich sie in den Anhänger gesetzt hatte, drehte ich mich zu mein Fahrrad um und sah nichts. "Was das denn?", meckerte ich und Wiebke guckte aus dem Hänger raus. "Zieh dein Kopf wieder ein!", sagte ich ihr. Ich machte das Verdeck vom Anhänger zu und guckte mich um. Mein Fahrrad war weg, geklaut worden. Kurz ging ich rein und fragte im Warteraum, ob jemand was gesehen hätte. Hatte aber niemand. So musste ich dann nur mit dem Anhänger nach Hause. Es regnete wie aus Eimern und ich wurde immer nasser und nasser. Meine schwarze Lederhose klebte schon an mir und der Anhänger war nicht gerade leicht zu schieben und auch nicht zu ziehen. Am liebsten hätte ich ihn irgendwo abgestellt und mit ihr auf dem Arm nach Hause. Quatschnass kam ich zuhause an und Mama Claudia (31) so: "Hat aber lange gedauert!" Ich: "Ja nee, war nur kurz beim Arzt. Mir hat man mein Fahrrad geklaut!" - "Was? Und den Anhänger auch?" - "Nee! Der steht draußen!" - "Hättest doch was sagen können, hätt ich dich schnell abgeholt!" - "Egal, ich roll eben zur Polizei!" - "Was willst da denn?" - "Fleisch kaufen! - Eine Anzeige machen man!" Sie lachte und meinte, dass ich nicht immer mit Essi zusammenhängen soll. Ich ging nach oben, holte die Nummer vom Rad und fuhr dann mit meiner Vespa zur Polizei. Dort nahmen sie die Anzeige auf und ich fuhr wieder nach Hause. In der nassen Lederhose war es ganz schön kalt irgendwie und ich gab Gas. "Na toll, auch das noch!" Ich hatte kein Sprit mehr und die Vespa knatterte komisch. Auf freiem Feld blieb sie dann stehen und ich meckerte noch mehr. Okay, es war nicht mehr weit nach Hause, aber ich musste wieder im Regen schieben. Dann traf ich noch zwei Mütter aus dem Kindergarten, wo unsere Kinder sind. Die quetschten mich gleich aus, wie es meiner Lüdden geht und so. Ich erzählte es und dann schlugen sie vor, noch mit zu mir zu kommen. So machten wir es dann auch und setzten uns in die Eingangshalle. Wiebke spielte gleich mit den beiden Jungs und strahlte wie selten. Dann kam Mama rein und guckte komisch. Sie ging auch in die Küche und halb nach oben und dann wieder raus und nach unten. Keine Ahnung was sie hatte, fand ich aber schon komisch. Sie begrüßte auch nicht die anderen. Ich zog mich noch schnell oben um und kümmerte mich dann um meine Gäste. Vielleicht werden es neue Freunde von mir, wer weiß. |