(17-19.07.2026)
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Eigentlich wollten Mamas zu dem Festival reisen und uns allein in
Dänemark lassen. Was die auch immer komisches planen. Die Karten hatten
sie schon lange, aber wussten nicht ob oder wie sie hinkommen. Da es mir
ja wegen dem Tod meiner süßen Tochter Fenja (3) nicht immer so gut geht,
entschloss Mama Claudia (32), dass meine Mama Natalie (32) mit mir zum
Festival fährt, damit ich ein freien Kopf bekomme. Tja, und so sind Mama
und ich mit dem Zug von Dänemark nach Cuxhaven und von da mit Bus zum
Festival. Nochmal mach ich das nicht mit. Die Züge waren mehr als
überfüllt. Besonders von Hamburg aus und der Bus erst, oh man. Irgendwo
dort holten wir uns ein großes Zelt und machten uns bei den Campern
breit. Mama wollte auch eigentlich mit Camper hin, aber ging ja nun mal
nicht. Während wir vor den Bühnen standen und der Musik lauschten, musste ich immer wieder und suchte das Klo auf. Irgendwann meinte Mama, dass ich es laufen lassen soll. Ich schielte nach allen Seiten und dachte mir dann so, dass es in meiner Lederhose eh niemand sehen könnte. Vielleicht läuft es ja auch wieder in meine Beinprothese und umspült den Stumpf, an dem ich wieder viele Druckstellen hatte. Genauso war es auch. Ich pinkelte in die Hose und ein Teil lief in meine Beinprothese. Ich grinste dann immer, weil es auch kitzelte. Nur leider war es warm und nicht kalt. Um uns herum roch es nach Schweiß, Alkohol, Deo und undefinierbaren. Da fiel ich also mit dem Urin nicht wirklich auf. Da es auch draußen stattfand, war es nicht ganz so schlimm. Es taten bestimmt auch andere. Wirklich viel weiß ich vom ganzen nicht mehr, aber es war Geil! Es hatte auch irgendwann mal dort geregnet und wir liefen im Matsch rum. Vor unserem Zelt machten wir uns immer Ravioli in Dosen auf einem Campingkocher warm oder auch Würste, die wir dann in Brötchen steckten. Das meiste gab es dort im Imbiss. Wir waren echt nur am tanzen, essen, saufen und lachen. Keine Ahnung was da noch alles passiert ist, schreibt Mama vielleicht mit auf, kein Plan. |