Yacht-Tour und Lagerfeuer

(26.07.2026)

Letzter Tag in Dänemark. Heute wurde es mal wieder richtig nass für uns alle. Es ging mit Mamas Yacht noch einmal quer durch Dänemark. Bei viel Regen und etwas Gewitter das nirgends auf dem Radar zu sehen war, fuhren wir von Insel zu Insel und vertraten unsere Füße.

Bei einer Insel wollte mein Schatzi Sverre (17) mit mir (Laura, 17) alleine sein und bat Mama uns später dort wieder abzuholen. Schnell machten wir dort ein Lagerfeuer und er sang mir ein paar Liebessongs vor, die er selber geschrieben hat. Er trug wieder ein silbernen Anzug und spielte auf seiner Gitarre. Den anderen Anzug konnte er wegschmeißen, nicht nur weil er mit im Sand lag, sondern auch weil er kaputt ging. Irgendwann fragte er mich warum ich überhaupt mein Schulranzen dabei hab. Ich grinste voll breit und fragte ihn, ob er ihn erst jetzt gesehen hat, weil ich ihn schon den halben Tag trug. Er: "Dachte mir nichts bei, aber irgendwie nervt der!" Ich: "Wollt damit schwimmen und Fische rein tun!" Er: "Also Angeln gehen!" Ich: "Jub!"

Da niemand weit und breit zu sehen war, ließen wir beide das Feuer an und rannten Hand in Hand ins Meer. Er mit seinem Anzug und ich mit Jeanshose, Hoodie, Regenjacke und meinen Pumps. Den Schulranzen ließ ich auch auf und schwamm mit Sverre um die Wette. Er: "Los komm, abtauchen und Fische fangen!" Er tauchte auch gleich ab und ich versuchte mit Schulranzen das selbe zu tun. Musste erst wieder auf dem Rücken schwimmen, damit es klappte. Er zeigte mir unter Wasser den Daumen hoch und zeigte zu einem Fischschwarm. Wir konnten aber keine davon fangen und tauchten wieder auf. Ich: "Weißt was?" Er: "Was weißt?" Ich lachte laut und schlug vor mit offenem Schulranzen zu tauchen. "Was soll das bringen?", fragte er mich und ich so: "Naja, ich schwimm durch den Schwarm durch und die Fische schwimmen rein. Du musst nur hinter mir den Ranzen zu machen!" Er lachte sich halb kaputt und meinte dann, dass ich bekloppt bin. "Selber bekloppt!", sagte ich darauf und setzte mein Ranzen ab. Schnell öffnete ich ihn und setzte ihn mir wieder auf. Er: "Willst das jetzt echt machen?" Ich: "Ein Versuch ist es wert!" Es klappte natürlich nicht, aber spaßig war es allemal.

Er fischte dann doch noch zwei Fische und steckte sie in seine Sakkotasche, wo sie natürlich wieder rausschwammen. Musste da auch schnell auftauchen, weil ich lachen musste.  Irgendwie schafften wir es aber noch mit Ästen zwei zu fangen und hatten so etwas zu futtern. Das hatten wir dummerweise auf Mamas Yacht gelassen. Und wie meistens, wärmte uns das Feuer nicht wirklich und wir zitterten ein wenig um die Wette.

Als Mama endlich kam, suchten die Zwillinge uns und fanden nur unsere Köpfe. Weil uns nicht warm werden wollte, gruben wir uns im Sand ein, mit den nassen Sachen noch an. Die beiden lachten und riefen nach den anderen. Sophie kam auch gleich angerannt und machte Fotos von uns. Mama Claudia (32): "Hast noch deine Prothese an?" Ich: "Was denn sonst?" Sophie: "Knirsch, Knirsch!", und lachte. Ich: "Nö, geh gleich kurz mit schwimmen und außerdem fahren wir morgen nach Hause!" Mama: "So sieht´s aus!"

Wir schwammen auch kurz und weil Sverre es wieder mit Anzug machte, wollte Tim (11) es dann auch machen. Zum Glück hing im Schrank einer und er folgte uns strahlend. Natürlich auch mit Lederschuhe an. Danach ging es wieder an Bord der Yacht und wir zogen uns alle um. Mama fuhr in der Zeit schon los. Sie gab richtig Gas, weil unser Camper irgendwo ganz alleine auf einem Campingplatz auf uns wartete.

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