Reden in der Badewanne
(05.2024)
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Nach dem Joggen setzte ich mich,
völlig durchgeschwitzt und in Turnschuhen, Socken, Sportleggins und
Sporttop in die leere Badewanne und stellte mir das Wasser an; als die
Wanne voll war genoss ich mein Schaumbad. Aber ich war nicht lange
allein. Mein Pflegekind Leann (14) kam ins Bad, wollte wohl mal auf Pott
und wusste nicht, das ich hier bin. In Jeans und BVB-Trikot sah sie
traurig aus. "Oh sorry, dachte hier ist frei" meinte sie und wollte gehen. "Bleib nur" meinte ich und fragte "Alles gut?" - da druckste sie nur rum. "Wenn du reden magst..." hakte ich nach und machte in der Wanne Platz. Sie sah mich mit großen, traurigen Augen durch ihre neue Brille an und kam dann zögerlich näher, blieb vor der Wanne stehen. Ich machte noch etwas mehr Platz "Kannst gern reinkommen". Langsam stieg sie erst mit einem, dann mit dem anderen Bein ins Wasser. Strümpfe, ihre dunkelblaue enge Jeans mit den Cuts an den Knien ließ sie an. Sie setzte sich und war sofort bis zur Brust im Wasser. Sie tauchte kurz bis zum Kinn ein und setzte sich dann so, dass ihr das Wasser bis knapp unter die Brust ging und wir beide bequem Platz in der Wanne hatten. Ich reichte ihr eine Zigarette und fragte was los ist. So erst erfuhr ich, dass mein Adoptivkind Hannah mal wieder verliebt ist, ein dreizehnjähriger aus ihrer Schule. Und dass Hannah seitdem Leann völlig links liegen lässt. Und das macht Leann natürlich traurig. Als wir aufgeraucht hatten, setzte sich Leann andersherum und legte sich in meinen Arm, so konnte ich ihr Trost spenden. Da heulte sie noch mehr, denn sie meint außer mir hätte ihr noch nie jemand so zugehört und sich für ihre Gefühle interessiert. Sie ist so dankbar dafür, das ich für sie da bin. Ich meinte nur sie soll mal nicht übertreiben, ich höre ihr doch nur zu. Da brachen bei ihr mal wieder alle Dämme. Armes, sensibles Kind. Später wusch ich ihr noch die Haare und seifte auch ihr Trikot schön mit ein, das gefiel ihr. Sie liebt halt schwarz-gelb, auch wenn das Gelb immer halb durchsichtig ist, wenn es nass ist. Vorsichtig schob ich ihr auch den Schaum von den nass gewordenen Brillengläsern. Dann spülte ich ihr die Haare aus und das Trikot ab und sie durfte mir die Haare waschen. Dann legten wir uns nochmal lang und gönnten uns noch eine Kippe. Später stiegen wir aus der Wanne, hängten unsere Sachen zum Trocknen auf und föhnten uns die Haare gegenseitig trocken. In Bademänteln gingen wir dann in die Küche und machten uns Pizza. |