Vorsorglich blieben am
Freitag die Schulen geschlossen, aber das Schneetief hat uns noch
halbwegs in Ruhe gelassen. Früh war alles verschneit, dann setzte Regen
ein. Und so hatten wir am Nachmittag im Garten pitschnassen Schneematsch
in Massen liegen. Als Hannahs (noch 13) BFF Lara (14) vorbei kam,
stürmten beide, Lara so wie sie kam mit weißen Stiefeln, ihrer
dunkelblauen Jeans, weißem Wintersteppmantel, Hannah mit Sportleggins,
Hoodie, schwarzer Steppjacke raus und warfen sich in den Schneematsch.
Sie warfen damit, wälzten sich darin und so weiter, bis beide keinen
trockenen Faden mehr am Leibe hatten. Am Schluss lagen sie, die Jacken
inzwischen ausgezogen, in ihren klitschnassen Pullovern, in einer großen
Schneematschlache, mehr Wasser als Schnee, hielten Hände und lachten. Zu
frieren schienen sie nicht. Dann hatten sie es plötzlich ganz eilig und
zogen sich schnell um und stylten sich denn irgendein Typ, angeblich
Laras neuer Freund, holte beide ab.
Hannah kam dann
abends allein, völlig durchnässt (in Stiefeln, Jeans, Pullover,
schwarzem Kurzmantel) und irgendwie traurig nach Hause. Ich lag mit
warmer Decke vorm Kamin auf dem Sofa und bot ihr an, so nass wie sie war
unter meine Decke zum kuscheln, Fußball schauen und reden zu kommen. Sie
nahm dankbar an, zog Schuhe und Mantel aus und kuschelte sich mit ihren
kalten, nassen Sachen zu mir um sich zu wärmen. Dabei erzählte sie auch
was sie bedrückte. Ging mal wieder um Jungs und um ihren Ärger dass sie
als gefühlt einzige in ihrem Bekanntenkreis noch keine 14 ist, was sie
in gewissen Dingen massiv einschränkt. Ich strich ihr über die nassen
Haare, tröstete sie und schickte sie später dann zum warmen Duschen nach
oben, damit sie sich nicht gleich wieder eine Erkältung einfängt.
Kaum war Hannah zu Bett gegangen, schwankte mein Mann Thomas herein, er
hatte Fußball bei Freunden geschaut, nachdem wegen des Schnees die
Clique nicht zum Freitagabendspiel nach Frankfurt fahren konnte. Auch er
war nass und eiskalt vom Regen und kam direkt zu mir an die Couch, sah
meine noch von Hannah feuchten Klamotten (T-Shirt, Leggins). Ich
begrüßte ihn zärtlich, strich mit der Hand liebevoll über sein nass
geregnetes Haar und Shirt und sofort hatten wir Lust aufeinander. Er
musste, ich musste und schon waren wir beide schön warm und nass und
dann ... öhm. Von meinen Klamotten blieb nichts übrig, aber es war
zärtlich und zugleich intensiv und schön wie lange nicht. Seit sich eine
gewisse Sache geändert hat, die ich noch nicht verraten möchte, ist er
total zuvorkommend rücksichtsvoll und zärtlich. Ich hoffe das hält an. |