In der Kiesgrube

(22.05.2026)

Das Wetter war heute schön und ich (Laura, 17) fuhr mit meiner besten Freundin Vanessa (18), am Nachmittag mit der Vespa zum Kiesteich. Wir hatten die verrückte Idee, mit unseren roten McNeill dort schwimmen zu gehen. Muss schon Irre ausgesehen haben, wie wir mit dem Teil auf dem Rücken durch die Felder gesaust sind.

Es kam uns niemand auf dem Weg zur Kiesgrube entgegen, was wir irgendwie komisch fanden. Endlich, nach einer kleinen Panne, angekommen, legten wir unsere Roller beiseite und liefen zum Teich. Naja, wirklich voll war der jetzt nicht gerade, trotz Regen der letzten Tage und Wochen hier. Die komische Maschine steckte auch noch im Kiesteich. Was auch immer die da soll.

Naja, wir guckten uns an, grinsten und liefen los. Sie mit Sneaker, Unterwäsche, Leggins, Jeanskleid und Strickjacke und ich mit Unterwäsche, Jeanskleid, Beinprothese, Leggins und mein schwarzen Pumps. Beide hatten wir noch unsere Schulranzen auf (rote McNeill). Die ersten Schritte gingen noch, aber dann wurde es immer matschiger und wir kamen kaum noch vorwärts, besonders ich. Als wir dann bis zum Schritt im Wasser standen, schwammen wir drauf los. Das Wasser war nicht wirklich warm, aber auch nicht kalt. Lachend schwammen wir nebeneinander her. Fast in der Mitte blieb Nanni stehen. Bis zur Brust war sie im Wasser und grinste mich an. "Was ist, machst grad?", fragte ich und sie so: "Nee, drück mal mein Schulranzen tiefer!" Das machte ich auch und zwar so, dass oben Wasser reinlief. Es dauerte etwas bis der Schulranzen voll Wasser war und sie dann so: "Danke, so ist schon besser, jetzt deinen!" Das machte ich dann aber selber, indem ich ihn absetzte und unter Wasser drückte. Sie: "Hätte ich auch drauf kommen können!" Wir schwammen kurz auf dem Rücken und dann wieder normal. Ich tauchte auch kurz ab, aber da ich nichts unter Wasser sehen konnte, trotz meiner Brille - grins, tauchte ich schnell wieder auf. Wir wirbelten den Sand kräftig auf beim schwimmen. War ja auch nicht gerade tief. Wir hätten eigentlich normal durchlaufen können die ganze Zeit.

Am Strand oder was auch immer, setzten wir uns neben unsere Roller und rauchten eine. Die Ranzen ließen wir dabei auf und beugten uns immer nach vorne, damit das Wasser rauslaufen konnte. Danach liefen wir durch den Sand, legten uns hin und bewarfen uns mit dem Sand. Unsere Schulranzen bekamen auch viel Sand ab und brauchten eine Reinigung. In der Sonne war es immer schön warm, aber im Wasser, naja. Wir liefen uns nach dem Schwimmen wieder warm. Nach einer weiteren Zigarette, die wir in unseren Taschen hatten - wo auch unsere trockenen Sachen drin verstaut waren, fuhren wir mit unseren nassen Sachen und tropfenden Schulranzen wieder nach Hause. Unterwegs wurde es uns aber doch zu kalt und wir zogen uns schnell hinter einem Gebüsch um. Die nassen Ranzen setzten wir aber wieder auf.

Bei ihr zuhause schmissen wir die nassen Sachen in die Maschine zum schleudern und hingen sie dann auf dem Mini-Balkon auf. Nach einem Bier verabschiedete ich mich und fuhr nach Hause. Kaum hatte ich meine Vespa abgestellt, da kam Mama auf den Hof gefahren. Kurz wartete ich noch. Sie kam auf mich zu und grinste breit. Dann guckte sie mir über die Schulter und grinste noch mehr. "Was ´n?", fragte ich. Sie fasste ihn an und dann so: "Wo warst mit gewesen?" - "Im Kiesteich!" - "Wie, ohne mich zu fragen?" - "Darf doch mit Schulranzen schwimmen, hast doch erlaubt!" - "Ja, aber doch nicht ohne mich!" - "Wie, wollst mit, warst doch Arbeiten!?!" Mama lachte kurz und dann so: "Nächstes mal, will auch mal wieder mit im Teich schwimmen!" Breit grinsend sagte ich: "Okay, ich erinnere dich dran!" Zusammen gingen wir rein, sie in die Küche unten und ich nach oben zu meiner Lüdden.

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