Baustellenmatsch (29.12.2021)
Nun ging es ja mit den Temperaturen wieder steil bergauf und wir haben frühlingshafte 10 Grad, aber leider bedeckt und regnerisch. Hannah (9) bettelte mich an, am Nachmittag mit Gleichaltrigen spielen gehen zu dürfen. Ich hatte wie immer ein ungutes Gefühl und ermahnte sie, nicht schwimmen oder auf Eisflächen zu gehen, nachdem sie da ja neulich erst in eine eingebrochen war. Andererseits war ich aber froh, dass sie mal was anderes machen wollte, als bei ihrem "Freund" Jaden (12) abzuhängen, wie die zwei Nachmittage davor. Beruhigt war ich, als ihr Mitschüler Luca (9) und zwei weitere Jungs in ihrem Alter vor der Tür standen um Hannah abzuholen. Irgendwie spielt sie nie mit Mädchen, aber geschenkt, hab ich in dem Alter auch nicht gern gemacht. In ein paar von den Sachen, die ihr von Josis Mutter übergeben worden waren (und die noch etwas groß sind) ist sie losgezogen: Jeans, Stiefel, Steppjacke, Pullover.

Soweit, so gut, ich nutzte die Zeit und räumte Weihnachtsschmuck weg, machte den Haushalt und vor allem die Treppe sauber, wo ja mein merkwürdiger Nachbar immer viel Wert drauf legt. Als ich fertig war, setzte ich mich hin, trank einen Tee und schrieb mit Josi und mit dem Mann meiner Tante (Uwe, 49), mit dem ich mich an Weihnachten ja, ähm... sehr gut verstanden hatte. Plötzlich klingelte es und Hannah war an der Wechselsprechanlage. Ich sollte mal runterkommen. Das klang ganz nach Problemen. Ich also runter und da standen Hannah und Luca komplett verschlammt und nass. Ich lotste sie auf dem kürzesten Weg in mein Bad, gleich mit dem Wischmob hinterher, das mein Nachbar nichts sieht und stellte beide unter die Dusche zum saubermachen.

Dabei erzählten sie, das sie auf einer nahen Baustelle gespielt hatten und da war so ein schöner matschiger Hang gewesen, den sind sie immer wieder runtergerutscht und ein paarmal soweit, das sie in einer großen Pfütze landeten. Ihre Klamotten waren jedenfalls komplett nass und die Farben nicht mehr zu erkennen. Stück um Stück packte ich sie aus und duschte sie ab, bis alle Klamotten ab waren bis auf die Schlüpfer und ich die Waschmaschine anstellen konnte. Dann ließ ich die beiden noch eine Weile allein im Bad, wo sie sich eine Badewanne einließen und schrieb weiter.

Mit runzliger Haut kamen Hannah und Luca eine Stunde später aus der Badewanne und ich versorgte beide mit Pizza, eine weitere Stunde waren Lucas Sachen wieder sauber und trocken, so dass er sich auf den Heimweg machen konnte.

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